Dreizehn Sprachen. Zehn Prinzipien. Eine Unterhaltung.

Wenn man seine Meinung im Internet äußert, kann man damit theoretisch um die 3 Milliarden Menschen erreichen. Das entspricht fast der Hälfte der Weltbevölkerung. Was man von sich gibt – durch Worte, Bilder oder Fotos – mag vielleicht im eigenen Land und in der eigenen Kultur zur Veröffentlichung geeignet sein, für andere dagegen kann der gleiche Inhalt mitunter extrem anstößig wirken.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist grundlegend für alle anderen Freiheiten. Aber wo sollten die Grenzen der Redefreiheit gezogen werden in einer Welt, in der wir alle zu Nachbarn werden? Wie sollten wir die fantastischen Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, am besten nutzen, um Ideen zwischen verschiedenen Kulturkreisen auszutauschen?

Diese Webseite, die ein Teil eines Forschungsprojektes an der Universität von Oxford ist, soll durch Informationen und Anregungen zu dieser grundlegenden Debatte über Redefreiheit in einer vernetzten Welt beitragen. Das Einzigartige an diesem Projekt besteht darin, dass der Großteil der Inhalte in 13 verschiedenen Sprachen verfügbar ist. Klicken Sie einfach oben auf der Seite auf eine Sprache Ihrer Wahl und fangen Sie an zu lesen.

Die Seite ist nach zehn Prinzipien geordnet, von denen jedes sich mit einem anderen wichtigen Gebiet der Redefreiheit beschäftigt. Durch das Klicken auf eines der Prinzipien auf der Webseite gelangt man zu verschiedenen Artikeln zu diesem Thema. Rechts oben auf der gleichen Seite findet man meine Einleitung zu dem jeweiligen Prinzip.

Man kann die außergewöhnliche Vielfalt an Artikeln aus und über die ganze Welt auch entdecken, indem man die Seite nach Land, Mitwirkenden oder Themen durchsucht oder in dem Suchfeld in der rechten oberen Ecke einen Begriff eingibt, der einen besonders interessiert.

Wenn Sie mehr über das Thema erfahren wollen, lesen Sie das Buch, das ich basierend auf diesem Projekt geschrieben habe.

Vor allem aber möchte ich Sie einladen, unsere Webseite zu besuchen, um Beiträge zu kommentieren und mit anderen zu diskutieren. Sie können sich auch eine individuelle Tour der Webseite zusammenstellen, über die Sie sich dann mit Ihren Schülern, Studenten, Freunden usw. austauschen können, sei es im Internet oder offline. Wir würden uns freuen zu erfahren, wie Sie die Seite nutzen. Dazu können Sie entweder Kommentare hinterlassen oder uns direkt kontaktieren.

Wir hoffen in Zukunft „Curator Awards“ als Auszeichnung an diejenigen Nutzer zu verleihen, die die Seite am besten als Open Educational Resource (engl. frei verfügbare Lehrmaterialien) einsetzen. Nähere Informationen zu diesen Auszeichnungen werden in Kürze verfügbar sein.

Viel Spaß beim Entdecken und nur keine Zurückhaltung. Ich und das gesamte Team hier in Oxford freuen uns auf Ihre Beiträge.

Mit herzlichen Grüßen,

Timothy Garton Ash

und das Team der Debatte zur Meinungsfreiheit

PS. Wir würden es begrüßen, wenn Nutzer der Seite ihre echten Namen verwenden. Gleichzeitig haben wir jedoch volles Verständnis dafür, dass dies unter gewissen Umständen aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. In so einem Fall können Sie gerne ein Pseudonym benutzen.

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Haben wir etwas Wichtiges ausgelassen? Brauchen wir ein 11. Prinzip? Oder fehlt ein aufschlussreiches Fallbeispiel? Lest die Vorschläge anderer Nutzer hier, und fügt Eure eigenen hinzu.

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Das Projekt „Debatte zur Meinungsfreiheit“ ist ein Forschungsprojekt des Dahrendorf Programme for the Study of Freedom am St Antony's College an der Universität von Oxford.

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