Sollte unsere Gesellschaft jede Form von Kunst tolerieren?

Wir machen regelmäßig auf Lesermeinungen aufmerksam, die einen besonderen Eindruck auf uns hinterlassen haben. FSD Mitglied Perreaoult argumentiert, dass der Kunst als Ausdruck der Meinungsfreiheit keine Grenzen gesetzt werden sollten.

Die Kunst als Instrument der Meinungsfreiheit sollte vollkommen uneingeschränkt sein. Die Kunst ist eine Sprache, durch die man Meinungen ausdrücken kann, indem man ein abstraktes Konzept mit einem intuitiven gedanklichen Objekt verbindet. Was bedeutet das?

Wenn ich einem Kind erklären wollte, was „groß“ bedeutet, so würde ich das nicht einfach dadurch tun, indem ich sage, „groß ist größer als klein.“ Ich muss für das Kind einen Vergleich schaffen in einer Sprache, die das Kind aufgrund eigener Erfahrungen verstehen kann. Ich könnte sagen, „Papa groß” und das mit Gesten und Stimme unterlegen. PAPA GROß! …. Baby klein… Wird das Baby das Konzept relativer Größe dadurch vollkommen verstehen? Ich glaube es nicht. Aber das Kind wird anfangen zu verstehen, dass das Konzept in Bezug zu seiner Umwelt steht.

Menschen sind einzigartig in ihrer Fähigkeit, durch Konzepte zu kommunizieren, unabhängig von fehlenden Informationen. Wir verstehen intuitiv ihre Bedeutung aufgrund früherer Erfahrungen. Kunst ist die Sprache der Intuition. Sie definiert Bedeutung aufgrund unserer Erfahrungen und unserer eigenen zeitspezifischen Existenz und verstärkt diese noch. Eine Stärke, die Symbole mit abstrakten Konzepten verbindet und sie klärt und unsere Definition verschärft. Es gibt keine Konzepte, die aus der Kunst ausgeschlossen sind. Wir sollten dazu berechtigt sein, frei mit der Erschaffung von symbolischen Vergleichen zu experimentieren. Dies ist ein grundlegendes Werkzeug der menschlichen Sprache.

Nichtsdestotrotz habe ich auch über Extremfälle nachgedacht. Zum Beispiel absichtlich herabwertende Formen von Kunst, die nur bestimmte Gruppen ins Visier nehmen aufgrund von Rasse, Geschlecht oder Glauben. Kunst, die die Körper von menschlichen oder tierischen Opfern benutzt. Alles existiert in einem bestimmten Zusammenhang. Wir behaupten in einer Gesellschaft zu leben, die nach Toleranz strebt. Ein Zusammenhang, in dem Kunst von diesem Konzept [der Toleranz] Gebrauch macht, wäre genau dies – nach Toleranz zu streben. Intoleranz oder Hassrede würde als solches definiert und enttarnt werden – eine Eigenschaft der Kunst.

Sollten wir also sagen, „Nein, du kannst diese Kunst nicht machen?” Ich denke, solche eine Art von Kunst wäre von nur kurzer Dauer. Die Definitionen, die mit solchen Werken impliziert werden, könnten leicht innerhalb einer toleranten Gesellschaft kritisiert werden und dadurch würde die Stärke der Meinungsfreiheit zum Vorschein kommen.

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    It is a truism that we can’t punish bad taste! What we can do though, is spread the message that not everything goes! Participatory democratic societies have a duty to educate their citizens to keep an eye on those who think that freedom of expression equals an appeal to our most unexamined instincts. So, when the next provocateur shows up, the gallery curator can kindly say no! That is what we may call ‚Relativism with a human face“! Having said that, I understand that it is extremely difficult to define these criteria!

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Das Projekt „Debatte zur Meinungsfreiheit“ ist ein Forschungsprojekt des Dahrendorf Programme for the Study of Freedom am St Antony's College an der Universität von Oxford.

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