Majestätsbeleidigung in Thailand

Der US-amerikanische Blogger Joe Gordon wurde in Thailand zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er auf seinem Blog einen Link zu einer unautorisierten Biographie des Königs von Thailand, Bhumibol Adulyadej, gesetzt hatte. Eine Fallstudie von Maryam Omidi.

Der Fall

Im Dezember 2011 wurde der US-amerikanische Blogger Joe Gordon zur Verbüßung von zwei Jahren Gefängnis in Thailand verurteilt, weil er auf seinem Blog einen Link zu einer unautorisierten Biographie des Königs von Thailand, Bhumibol Adulyadej, gesetzt hatte. Gordon, ein in Thailand geborener US-Bürger, war im Mai des selben Jahres während seines Urlaubs in Thailand verhaftet worden, obwohl er den Link veröffentlicht hatte, als er sich in den USA befand, wo er auch lebte.

Die Anklage fand unter Berufung auf Thailands Computer Crimes Act statt, dessen Artikel über Majestätsbeleidigung jegliche Kritik an der Monarchie verbietet. Laut diesem Gesetz kann eine beliebige Person eine andere anklagen, und alle Beschuldigungen müssen untersucht werden. Die thailändischen Behörden haben diese Gesetzgebung, die mit einer verstärkter Überwachung des Internets einhergeht, mit dem Schutz der nationalen Sicherheit verteidigt.

Meinung des Autors

Thailands Entscheidung, Gordon zu verurteilen war offensichtlich falsch, und das Gesetz über Majestätsbeleidigung ist unvereinbar mit der Meinungsfreiheit. Als Staatsoberhaupt sollte der thailändische König Bhumibol Kritik akzeptieren, besonders wenn dies im öffentlichen Interesse ist. Das Recht, Regierungsbehörden und deren Vertreter zu kritisieren muss unbedingt verteidigt werden, um eine Kultur der staatlichen Rechenschaftspflicht und politischen Debatte zu fördern. Als Bürger können wir nur dann die richtigen politischen Entscheidungen treffen, wenn wir Zugang zu Informationen haben.

 

- Maryam Omidi

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    I agree with Maryam because Thailand had in my opinion no right to sentence Gordon because he is not a real citizen of Thailand and he just made use of his freedom of speech. I think nobody should be sentenced according to how they made use of their freedom of speech as long as it does not harm anyone. The Thai king should be able to accept criticism because every government and political person in the World has also to do it.

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Das Projekt „Debatte zur Meinungsfreiheit“ ist ein Forschungsprojekt des Dahrendorf Programme for the Study of Freedom am St Antony's College an der Universität von Oxford.

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