Debatte zur Meinungsfreiheit

Dreizehn Sprachen. Zehn Prinzipien. Eine Unterhaltung.

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1Wir – alle Menschen – müssen in der Lage und befähigt sein, frei unsere Meinung zu äußern und, ohne Rücksicht auf Grenzen, Informationen und Ideen zu ersuchen, zu empfangen und mitzuteilen.»
2Wir verteidigen das Internet und alle anderen Kommunikationsmittel gegen illegitime Eingriffe von öffentlichen und privaten Mächten.»
3Wir benötigen und schaffen offene und vielseitige Medien, um gut informiert Entscheidungen treffen zu können, und um vollständig am öffentlichen Leben teilzuhaben.»
4Wir sprechen offen und mit Höflichkeit und Respekt über jegliche Art von Unterschieden zwischen Menschen.»
5Wir tolerieren keine Tabus in unserer Debatte über Wissen und dessen Verbreitung.»
6Weder drohen wir mit Gewalt, noch akzeptieren wir gewaltsame Einschüchterung.»
7Wir respektieren alle Gläubigen, aber nicht unbedingt alle Glaubensinhalte.»
8Wir alle haben ein Anrecht auf ein Privatleben, sollten dessen Beschränkung aber akzeptieren, wenn dies im öffentlichen Interesse ist.»
9Wir sollten Verleumdungen begegnen können, ohne dabei jedoch berechtigte Diskussionen einzuschränken.»
10Wir sollten in der Lage sein, alle Einschränkungen der Meinungs- und Informationsfreiheit zu hinterfragen, die beispielsweise mit der Aufrechterhaltung der Moral, der öffentlichen Ordnung, der nationalen Sicherheit oder dem Schutz geistigen Eigentums begründet werden.»

Was fehlt noch?

Haben wir etwas Wichtiges ausgelassen? Brauchen wir ein 11. Prinzip? Oder fehlt ein aufschlussreiches Fallbeispiel? Lest die Vorschläge anderer Nutzer hier, und fügt Eure eigenen hinzu.

6

Weder drohen wir mit Gewalt, noch akzeptieren wir gewaltsame Einschüchterung.

Timothy Garton Ash
Eine persönliche Einführung

Die Fähigkeit zu Sprechen zeichnet uns als menschliche Wesen aus. Durch die menschliche Sprache können wir unsere Verschiedenheiten auf eine Art und Weise verhandeln, die sich den meisten Tieren nicht erschließt. Im Laufe der Geschichte wurde Sprache jedoch auch für den Aufruf zum Morden von Mitmenschen verwendet. (weiterlesen...)

Stimmst Du diesem Prinzip zu? Ja Nein

Diskussionen

  • 3015638590_a49f2e7d0d_z

    William Dalrymple on the Jaipur Literary Festival

    The historian and writer explains the reasoning behind author Salman Rushdie's no-show at the 2012 Jaipur Literary Festival.

    Januar 25, 2013 | Kommentare 1
  • Tensions Remain High In Srinagar

    Prashant Bhushan spricht über ein Referendum im Kaschmir

    Wenn der Konflikt um den Kaschmir nicht durch offene Diskussionen gelöst werde, so bestehe die Gefahr eines "zweiten Afghanistans", sagt der indische oberste Richter.

    Januar 21, 2013 | Kommentare 1
  • 3469305764_3e732b4ca8_b

    Leserkommentar

    We regularly highlight comments that have made an impression on us. Today's comes from user Martinned responding to Brian Pellot's discussion piece on the Innocence of Muslims controversy.

    Oktober 5, 2012 | Kommentare 7
  • Indonesian protesters

    Defending Islam and free speech

    FSD's Katie Engelhart sat in on this Frontline Club town hall debate to discuss controversy surrounding the YouTube video Innocence of Muslims.

    Oktober 4, 2012 | Kommentare 1
  • Libya US consulate

    Has Innocence of Muslims ended the innocence of YouTube?

    Join us to debate the role internet platforms like YouTube should play in setting free speech agendas in your country, your language and across the world. Online editor Brian Pellot kicks off the discussion.

    September 26, 2012 | Kommentare 17

Weitere Diskussionen

Fallbeispiele

  • KKK_night_rally_in_Chicago_c1920_cph.3b12355

    The ‘Brandenburg test’ for incitement to violence

    In 1969, the U.S. Supreme Court made history by ruling that, to merit conviction, the violence advocated must be intended, likely and imminent. By Jeff Howard

    April 29, 2013 | Kommentare 0
  • Video game

    RapeLay: ein virtuelles Vergewaltigungsspiel

    Ein japanisches Computerspiel, bei dem es darum ging, Frauen zu vergewaltigen, wurden drei Jahre nach seiner Veröffentlichung verboten, nachdem Frauenrechtsorganisationen weltweit sich gegen das Spiel eingesetzt hatten, schreibt Judith Bruhn.

    April 11, 2012 | Kommentare 17
  • BFI Chairman Greg Dyke Hosts Gala Dinner: 54th BFI London Film Festival

    Salman Rushdie und das Literaturfestspiel von Jaipur

    Der Schriftsteller Salman Rushdie sagte seinen für das Literaturfestspiel in Jaipur (Indien) geplanten Auftritt ab nachdem man ihn darüber informierte, dass "Auftragsmörder aus der Unterwelt von Mumbai" seine Ermordung planten. Manav Bhushan berichtet.

    März 13, 2012 | Kommentare 1
  • 109706978

    Der Tod eines Journalisten

    Der pakistanische Journalist Saleem Shahzad wurde auf ungeklärte Weise ermordet, nachdem er einen Artikel über die Verbindungen zwischen al-Qaida und dem pakistanischen Militär veröffentlicht hatte, schreibt Ayyaz Mallick.

    Februar 22, 2012 | Kommentare 0

Weitere Fallbeispiele


Debatte zur Meinungsfreiheit ist ein Projekt des Dahrendorf Programmes for the Study of Freedom des St Antony's College an der Universität von Oxford. www.freespeechdebate.ox.ac.uk